A-Z

Abfallschlüssel
Nummernschlüssel (EWC-Code) der die Entsorgung einer Substanz oder Zubereitung festlegt (Richtlinie 91/689/EWG des europäischen Rates)

Alkydharz
siehe Kunstharz

Balsamterpentinöl
Terebinthae aetheroleum rectificatum nach DAB = das durch schonende Destillition aus dem Harz der Pinus-Arten (Pinie = Seekiefer) gewonnene ätherische Öl. In ATW Produkten wird ausschließlich linksdrehendes Balsamterpentinöl eingesetzt. Dieses enthält delta-3-Karene allenfalls in Spuren (0,-Bereich). Minderwertige rechtsdrehende Terpentinöle haben dagegen einen hohen delta-3-Karen Gehalt von ca. 12-30%. Die Substanz delta-3-Karen wird für Hautsensibilisierungen verantwortlich gemacht.

Beize
Mit Beizewird unbehandeltes Holz gefärbt. Bei der Verarbeitung unbedingt Schutzhandschuhe tragen, damit die Haut nicht verfärbt wird. Beize zieht vollständig ins Holz ein und ist nicht filmbildend. Zum besseren Oberflächenschutz empfiehlt es sich, gebeizte Oberflächen mit einem Klarlack oder einer farblosen Lasur zu versiegeln. Anwendung nur auf Hölzern im Wohnbereich.

Bienenwachs
cera flava nach DAB (deutsches Arzneibuch) = reines gelbes Bienenwachs ist das durch sorgfältiges Ausschmelzen der entleerten, von Honigbienen hergestellten Waben gewonnene und durch Waschen und Filtrieren von allen Fremdkörpern befreite Produkt.

Biologische Abbaubarkeit
Abbau von gelösten organischen Substanzen durch Bakterien 

Biozide
Chemische Wirkstoffe, die das Holz vor Insekten- und Pilzbefall schützen und in allen Holzschutzmitteln enthalten sind. Eine kontrollierte Verwendung („so wenig wie möglich – so viel wie nötig“) wird durch das RAL-Gütezeichen zertifiziert. Verarbeitungshinweise bei Holzschutzmittlen sind unbedingt zu beachten. Alle Xyladecor Holzschutz-Mittel sind RAL-zertifiziert.
 
Blauer Engel
RAL-Umweltzeichen, das für relativ schadstoffarme Produkte vergeben wird. Ausgezeichnet werden z. B. lösemittelarme Lasuren und Lacke. Wichtig: So genannte Naturfarben" oder Wachse / Öle können grundsätzlich nicht mit dem Blauen Engel zertifiziert werden. Mit dem Blauen Engel zertifizierte Podukte enthalten nur Topfkonservierer." 

Blockfestigkeit
Eigenschaft, die ein Maß für die geringe Verklebungsneigung von Anstrichfilmen miteinander charakterisiert. Als blockfest bezeichnet man so weit ausgetrocknete Anstriche, daß sie nicht mehr miteinander verkleben, selbst wenn sie fest aufeinander gepresst werden. Wichtig vor allem für Fenster- & Türanstrichmittel

Bläue
Holzverfärbender Pilz, der eine Blaufärbung des Holzes bewirkt. Befällt hauptsächlich Nadelholz und entwickelt sich bereits bei 20 % Holzfeuchtigkeit. Tritt in 2 Varianten auf: Anstrichbläue (Besiedlung des Anstrichfilms), Holzbläue (Wachstum im Holz)

Borax
Der Borax oder das borsaure Natrium , ein technisch wichtiges Salz, kommt fertig gebildet auch in der Natur in einigen alpinischen Seen vor. Aufgrund seiner antiseptischen Wirkung wird der Borax auch in der Arzneimittel- und Kosmetikindustrie (Badesalze, Seifen) eingesetzt. Bei der Anwendung auf Holz erreicht man eine hochwiksame insektizide und fungizierende Schutzimprägnierung.

Carnaubawachs
Carnaubawachs ist ein pflanzliches Hartwachs und wesentlich härter als Bienenwachs. Wird aus den Blättern des südamerikanischen Carnaubastrauches gewonnen. Auch in der Kosmetik wird das hochwertige Caranaubawachs, z.B. in Lippenstiften und Seifen eingesetzt.

Candelillawachs
Ein Gräserwachs, das von der in Nordmexiko und Südkalifornien wachsenden kaktusartigen Euphorbiacee Padilanthus pavonis gewonnen wird, deren Blätter und Stengel es überzieht.

Dickschichtlasur
Auf der Holzoberfläche bilden Dickschicht-Lasuren einen gleichmäßigen, geschlossenen Film (deshalb filmbildend), ähnlich einem Lackfilm. Sie werden bevorzugt auf maßhaltigen Bauteilen und Konstruktionen wie Fenster und Türen eingesetzt. 

Dünnschichtlasur
Dünnschicht-Lasuren bilden einen offenporigen" Anstrich auf dem Holz, der die Holzstruktur besonders betont. Sie sind nur schwach filmbildend und eignen sich für die Bearbeitung von nicht-maßhaltigen Bauteilen wie Zäune, Pergolen oder Verkleidungen. Dünnschicht-Lasuren blättern praktisch nicht ab und das Holz kann ohne größeren Aufwand nachbehandelt werden." 

Filmkonservierer
Wirkstoffe in Anstrichmitteln, die einem Befall des Anstrichfilms mit schädigenden Mikroorganismen entgegen wirken. 

Fungizide
Wirkstoffe, die Pilzbefall vorbeugen 

Furnierholz
0.5 - 3 mm dicke Deckblätter, aus hochwertigem Holz, die auf Span- oder Tischlerplatten geleimt werden und somit eine (dünne) Echtholzoberfläche auf Möbeln darstellen. Optisch sehr schöne gleichmässige Effekte erzieltbar. Die Oberfläche kann wie Massivholz behandelt werden (Ausnahme: Reparaturen). 

Fäulnis
Ein Pilz, der die Zellen des Holzes unwiederbringlich zerstört (z.B. echter Hausschwamm, Blättlinge, Porlinge) 

Grundierung
Jede dem Wetter ausgesetzte Holzoberfläche, sollte grundiert/imprägniert werden, bevor sie einen Endanstrich erhält. Grundierungen dringen ins Holz ein und transportieren die Wirkstoffe in die Holzporen. Damit verringern sie die Saugfähigkeit des Holzes und bilden ein stabiles Fundament für Folgeanstriche. 

Hartholz
Einheimische Harthölzer: Eiche, Rotbuche, Ulme, Ahorn, Nussbaum, Lärche - Exotische Harthölzer: Teak, Meranti, Robinie, Bangkirai, Red Cedar 

Hausschwamm
Holzzerstörende Pilzart. Das weiße, watteartige Pilzgeflecht (Mycel) wächst auf der Oberfläche und im Holz-inneren. Charakteristisch sind die grauen, im trockenen Zustand brüchigen Stränge (bis zu 1 cm dick). Bei fortgeschrittenem Befall werden rotbraune, weißgerandete, fladenartige Fruchtkörper bis zu einem Durchmesser von 1 m gebildet. Gelegentlich können gelb gefärbte Zonen auftreten. Der Hausschwamm ist vorwiegend auf Nadelholz zu finden. Er benötigt eine Holzfeuchtigkeit von ca. 20 bis 30%. Holzfreie Strecken werden über- oder durchwachsen (Mörtelfugen). Er kann in seinen Strängen Wasser leiten und daher auch auf trockenes Holz übergreifen. 

Hirnholzflächen
Bezeichnung für Holzschnittkanten quer zur Holzfaser 
 
Holzfarbe
Eine Holzfarbe bedeckt das Holz mit einem satten, deckenden Anstrich, wobei hier der gewählte Farbton sehr schön zur Geltung kommt. 

Holzfeuchte
Auch getrocknetes Holz enthält einen Restanteil Wasser. Dieses im Holz enthaltene Wasser wird im Verhältnis zum Gewicht des trockenen Holzes in Gewichtsprozent angegeben. 

Holzpflege- und -veredelungsmittel
Produkte ohne Wirkstoffe gegen Holzschädlinge, die die Holzoberfläche vor Schmutz, Staub oder Flecken schützen sowie als Holz-Pflegemittel eingesetzt werden oder zur dekorativen Farbgebung dienen. 

Holzschutzlasuren
HolzlasurProdukte, meist farbig pigmentiert, die mit Wirkstoffen gegen Holzschädlinge ausgerüstet sind. Sie bilden offenporige, nicht deckende Anstriche auf dem Holz. 

Holzschutzmittel
Produkte zur Verhinderung oder zur Bekämpfung eines Befalls durch holzzerstörende oder die Holzqualität beeinträchtigende Organismen - Holzschutzmittel.

Imprägnierung
Tränkung des Holzes mit Wirkstoffen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden und die Holzqualität beeinträchtigende Organismen zu verbessern, mittel Imprägnierung.

Insektizide
Wirkstoffe gegen Insektenbefall 

Kellerschwamm
Holzzerstörende Pilzart. Das Oberflächengeflecht des Kellerschwamms ist gelbbraun gefärbt. Die Stränge sind braunschwarz und wurzelförmig. Seine gelblichen Fruchtkörper haben charakteristische, warzenförmige Erhebungen (Warzenschwamm). Er befällt Nadel- und Laubholz, greift aber nur feuchtes Holz an (ca. 30-60% Holzfeuchtigkeit). Sein Vorkommen ist daher meist auf Kellerräume und in Bodennähe verbaute Hölzer beschränkt. 

Kernholz
Unter Kernholz versteht man Holz aus der inneren Zone des Baumes, das eine höhere Festigkeit besitzt als Splintholz (äußere Zone) 

Kesseldruckverfahren
Industrielles Verfahren, bei dem das Holz in einem Kessel unter Druck mit dem Holzschutzmittel durchtränkt wird. 

Kälken
Einreiben einer Kalkpaste nach einer Grundlackierung, um das Porenbild optisch zu betonen. Oft angewendet bei Eichenholz.

Kunstharz
Ein Alkydharz, welches hergestellt wird durch Veresterung von mehrwertigen Alkoholen mit natürlichen Fettsäuren auf Basis von Naturölen (Leinöl, Sojaöl).

Lacke
Produkte, die nach dem Trocknen einen geschlossenen Film bilden. Meist pigmentiert und deckend.
 
Lasur
Anstrichstoffe, die die Holzmaserung durchscheinen lassen und dem Holz ein natürliches Aussehen verleihen. Unterschieden werden wasserbasierte und lösemittelhaltige Lasuren. Siehe auch Dünnschicht- und Dickschicht-Lasuren

Leinoelfirnis
Durch Pressen des Leinölsamens (Linum usitatissimum) wird ein Öl gewonnen, welches mit bleifreien Trocknungsstoffen (Sikkativen) aufgekocht wird. Es entsteht ein schnell trocknendes Öl (Firnis). 

Lösemittel
In Lösemitteln können zB. Harze und andere Bindemittel gelöst werden, ohne diese chemisch zu verändern. Wasser, Alkohol und natürliche oder synthetische organische Verbindungen finden hierfür Verwendung. Lösemittel entweichen beim Trocknen eines Anstriches. 

Massivholz
Möbel aus massivem Holz (d.h. kein Furnier, kein Mischmaterial) sind sehr pflegeleicht. Reparaturen lassen sich leicht ausführen. 

Ökologie
befasst sich mit den Wechselbeziehungen von zwischen Organismen und ihrer Umwelt 

Öle
Holzöledringen tief ins Holz ein und bilden keine Schicht auf dem Holz. Zur Anwendung im Innenbereich aber auch für Möbel aus Hartholz (z. B. Teak) im Aussenbereich empfohlen, die dadurch Schutz und Pflege erhalten.

Patina
Altersschimmer, der antike Möbel besonders edel erscheinen lässt. Nur noch die harten Holzteile sind übrig. Wird oftmals künstlich erzeugt durch ablaugen / -bürsten, um Möbel wertvoller erscheinen zu lassen. Teakholz in Freibewitterung entwickelt eine leicht gräuliche Patina und lässt sich durch Öl wieder auffrischen. 

Pigmente
Pigmente sind feste, feine Teilchen, die für die Farbgebung in Lacken und Lasuren eingesetzt werden. Im Aussenbereich dienen sie ausserdem als UV-Schutz. Eisenoxyd-Pigmente, Ruß und Titandioxyd-Weißpigment.  

Pilze
Organismen, die sich durch Sporen vermehren und auf organische Nahrung z.B. Holz angewiesen sind. 
 
RAL-Gütezeichen
Gütezeichen für vorbeugende Holzschutz-Mittel im Aussenbereich und bekämpfende Holzschutz-Mittel, wird verliehen von der Gütegemeinschaft Holzschutzmitel e. V. Geprüft und zertifiziert werden die Wirksamkeit von Holzschutz-Mitteln gegen Bläue, holzzerstörende Pilze und Insekten sowie deren gesundheitliche und umweltbezogene Unbedenklichkeit bei bestimmungsgemäßer Anwendung. 

Reinigung der Pinsel
Wenn lösemittelhaltige Produkte verarbeitet wurden, Pinsel mit Testbenzin oder Terpentinersatz reinigen. Für lösemittelarme / wasserbasierte Produkte genügt das Säubern der Pinsel mit warmem Wasser und Seife.

Schellack
Ein Harz tierisch-pflanzlicher Herkunft, das sich an den jungen Zweigen in Indien einheimischer Sträucher und Bäume bildet. Durch den Stich der weiblichen Lackschildlaus (Cocca lacca) fließt aus der Rinde ein Harzsaft, der nach Austrocknungabgenomme, geschmolzen und mehrfach gereinigt den Schellack in Form von dünnen, orangerot bis braunrot glänzenden Blättchen ergibt.  

Sicherheitshinweise
Man unterscheidet R(Risiko)-Sätze und S(Sicherheit)-Sätze. Materialen, die Risikopotential zeigen, sind mit sog. R-Sätzen gekennzeichnet (z. B. R66 – Wiederholter Kontakt kann zu rissiger und spröder Haut führen.). Diesen R-Sätzen sind entsprechende S-Sätze zugeordnet, die Hinweise zum sicheren Umgang geben. (z. B. bei R66 u.a. die Sätze S2 - Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen" und S24/25 - "Berührung mit Haut und Augen vermeiden"). "

Speiseöl (Rüböl)
Aus den Samen einiger Varietäten des zur Familie der Cruciferen gehörenden, wilden Feldkohls (Brassica campestris) wird das reine Rüböl gepresst. Nach Reinigung des Rüböls erhält man ein hellgelbes Speiseöl.

Spiritus
Ethanol absolutus ist reiner Alkohol (Weingeist), der durch Zusatz eines Vergällungsmittels zum Verzehr nicht geeignet ist. 

Splintholz
Unter Splintholz versteht man die äußere Zone des Holzkörpers. Es handelt sich um junges Holz, das weniger dauerhaft ist als das Kernholz. 

Tannenblätterling
Das beige bis braun gefärbte Pilzgeflecht wächst nur im Holzinneren. Der Befall wird deswegen meist sehr spät erkannt. Die Fruchtkörper wachsen leisten- oder konsolenförmig aus Holzspalten. In frischem Zustand sind sie rötlich mit helleren Randzonen, später werden sie dunkelbraun bis schwärzlich. Auffallend sind die deutlich sichtbaren Lamellen. Der Tannenblätterling ist vorwiegend an Nadelhölzern zu finden. Er bevorzugt sehr feuchtes Holz und ist daher an Bauteilen im Freien (Zäune, Masten, Balkone) besonders verbreitet. Die Blättlinge sind die häufigsten Pilze an Fenstern. Selbst längere Trockenperioden können sie in "Trockenstarre" überstehen. 

UV-Schutz
Holz im Aussenbereich muss vor UV-Strahlen (Sonne) geschützt werden. UV Strahlung zerstört das Lignin (den Klebstoff im Holz) und läßt es somit brüchig werden. Farb-Pigmente oder spezielle UV Schutzmittel in Anstrichen schützen das Holz vor UV-Strahlen. Farblose Aussenanstriche sollten nur mit Produkten durchgeführt werden, die mit speziellem UV-Schutz ausgerüstet sind. 

Vergrauung
Starke Sonneneinstrahlung auf ungeschütztem Holz zerstört den Holzbestandteil Lignin. Holz im Freien erhält durch Auswaschen des zerstörten Lignins eine reliefartige, verwitterte, graue Oberfläche. In diesem Zustand ist Holz nicht mehr vor dem Eindringen von Wasser geschützt und begünstigt das Ansiedeln holzzerstörender Pilze. Ausnahme: exotische Hölzer. 

Wachs
Für staubdichte, offenporige Oberflächen. Macht Holz geschmeidig und beugt Rissen vor. Nutzt sich allerdings leicht ab und ist nicht härtend. Wachsläßt sich nicht mit wasserbasierten Mitteln überarbeiten. Nur zur Anwendung im Innenbereich geeignet. 

Wassergefährdungsklasse
Substanzen und Zubereitungen werden auf ihre Eigenschaften, das Wasser nachhaltig zu ändern, überprüft und in Klassen eingeteilt. 

Weichhölzer
Einheimische Weichhölzer: Fichte, Tanne, Kiefer, Erle, Weide, Linde

Wundbenzin
Es ist ein entaromatisiertes Testbenzin (Wundbenzin, benzolfrei). Diese sogenannten Isoaliphate sind sehr rein, verfügen über eine hohe chemische Stabilität und haben einen Aromatengehalt von unter 0,1%. Testbenzine hingegen haben einen Aromatengehalt (agressive Kohlenwasserstoffe) von ca. 20%.